RaumPlanung 150/151 - Juni/August 2010

Jan Maaßen, Anton Schweiger
Gelungene Umnutzung von Kirchen erfordert Diskurs der Betroffenen
Mit einer Kirchenumnutzung setzt sich oft nur die betroffene Kirchengemeinde auseinander. Theologen, ausführende Architekten und etwaige Nachnutzer prägen die Diskussion. Meist kennen die Akteure nur einzelne Beispiele für Umnutzungen, nicht aber das gesamte Spektrum von Verfahren und Lösungsmöglichkeiten.
Marisa Demenga, Juliane Hildebrandt, Bärbel Reinart, Verena Schulz
Stadtnahe Landwirtschaft als Nutzungskonzept für innerstädtische Freiflächen
Durch strukturellen Wandel oder die Neuordnung städtischer Strukturen entstehen in vielen Städten große Freiflächen. Beispiel Berlin: Hier sind zwei große innerstädtische Flughafenareale fast zeitgleich zu entwickeln. Da lokal kein dringender Bedarf für neuen Wohn-, Gewerbe- und Büroraum besteht, bietet sich die Chance für innovative Nachnutzungen wie die „Tegeler Gärten“.
Hermann Scheer
Energieallee A7: Leuchtturmprojekt einer neuen Raumordnung?
Ein Vergleich der Landesplanungsgesetze zeigt, dass der politische Wille zur Förderung erneuerbarer Energien nicht überall gleich stark ist. Die Neuausrichtung des Raumordnungsrechts könnte helfen, Blockaden zu lösen. Um zu demonstrieren, was am Klimaschutz orientierte Regelungen bewirken könnten, wurde das Leuchtturmprojekt „Energieallee A 7“ entwickelt.
Johannes Kammer, Matthias Naumann
Wandel der Energiewirtschaft – Chance für regionale Profilbildung
Strukturelle Eingriffe wie die Liberalisierung von Märkten sowie technische Neuerungen verändern die Energiewirtschaft. Am Beispiel Hamburgs lässt sich zeigen, wie globale Veränderungen und regionale Besonderheiten die Entwicklung prägen und welche Chancen entstehen, durch regionale Profilbildung die Ausgangsposition im globalen Wettbewerb zu stärken.
Frank Pflüger, Robert Strauß
Private Baulandentwicklung schafft Gestaltungsspielraum für Kommunen
Die Bereitstellung und Mobilisierung von Baulandflächen gilt als wesentliche Aufgabe kommunaler Stadtentwicklung. Zu den zukunftsweisenden Wegen der Baulandentwicklung zählt der Zusammenschluss von Grundstückseigentümern. Beispiele aus Haltern am See zeigen, dass dieses Verfahren alle Eigentümer vom Beginn an einbindet, ohne die kommunale Planungshoheit zu schwächen.
Sabine Baumgart, Andrea Rüdiger
Klein- und Mittelstädte rücken ins Blickfeld der Städtebauförderung
Fast die Hälfte der Bundesbürger lebt in Klein- und Mittelstädten. Trotzdem stehen diese Städte bisher am Rande des politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interesses. Das neu aufgelegte Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung soll dazu beitragen, auch kleinere Städte und Gemeinden als Ankerpunkte des Umlandes zu stärken und für die Zukunft handlungsfähig zu machen.
Hauke von Seht
Stärker koordinieren!
Die Regionalplanung muss vielfach mit Widerständen gegen ihre raumordnerischen Festlegungen kämpfen. Ungeachtet dessen ist gerade die Koordinationsleistung der Regionalplanung unverzichtbar und wird in vielen Themenfeldern wichtiger. Grund genug, Schwächen und Stärken der Regionalplanung zu analysieren, aktuelle Themen zu beleuchten und Handlungsempfehlungen zu geben.
Jan Strehmann, Thomas Weith
Wege zur Wissensstadt: die Metropolregion Wien
Viele europäische Städte und Metropolregionen betrachten Wissen zugleich als Schlüsselressource und als Chance zur Markenbildung. In der Stadtentwicklungsplanung und im Stadtmarketing betonen sie die Stärken vorhandener Hochschulen, Forschungsinstitute und sonstiger Einrichtungen der Wissensgesellschaft. Räumliche Planung kann helfen, den Weg zur „Wissensstadt“ zu ebnen. Prägend für die Entwicklung in der Metropolregion Wien ist das Zusammenspiel öffentlicher und privater Akteure auf unterschiedlichen Politik- und Planungsebenen.
Stephan Wilforth
Schrittweise und in angemessenem Tempo zu einem neuen Verband
IfR und SRL beraten über die Zukunft der beiden Organisationen. Der IfR-Vorstand hat ein Dreisäulenmodell für die künftige Struktur in die Diskussion eingebracht und plädiert für den schrittweisen, systematischen Ausbau der Kooperation.
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