Städte im Spagat zwischen Wohnungsleerstand und Baulandmangel - Wohnungsmarktentwicklung bis 2020
IfR-Jahrestagung 2001 am 22./23. Juni in Braunschweig
Pressemitteilung 02/2001 - Kurzfassung
Städte im Spagat zwischen Wohnungsleerstand und Baulandmangel
Wohnungsmarktentwicklung bis 2020
IfR-Jahrestagung 2001 am 22./23. Juni in Braunschweig
Die Wohnungsmarktentwicklung in den kommenden 20 Jahren ist Thema der IfR-Jahrestagung 2001, die am 22. und 23. Juni in Braunschweig stattfinden wird. Unter dem Titel "Städte im Spagat zwischen Wohnungsleerstand und Baulandmangel" geht es um die widersprüchlichen Anforderungen, die derzeit an die Stadtplanung gestellt werden: Auf der einen Seite sollen Planerinnen und Planer in den Städten Wohnbauland für Eigenheim-Interessenten ausweisen und damit den Wegzug der einkommensstarken Bewohner bremsen. Auf der anderen Seite nimmt in anderen Marktsegmenten der Wohnungsleerstand zu und muss eingedämmt werden. Während der IfR-Jahrestagung werden Vertreter von Planung, Wohnungswirtschaft und Politik diskutieren, welche Einflussfaktoren auf den Wohnungsmärkten wirksam sind, welche Entwicklungen sich abzeichnen und wie die Planung die künftigen Herausforderungen meistern kann.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.ifr-ev.de verfügbar oder erhältlich bei der IfR-Geschäftsstelle: Informationskreis für Raumplanung (IfR) e.V., Gutenbergstraße 34, 44139 Dortmund Tel. 0231/75 95 70, Fax 0231/75 95 97,
info(at)ifr-ev.de.
Pressemitteilung 02/2001 - Langfassung
Städte im Spagat zwischen Wohnungsleerstand und Baulandmangel
Wohnungsmarktentwicklung bis 2020
IfR-Jahrestagung 2001 am 22./23. Juni in Braunschweig
Stadtflucht – eine Entwicklung mit Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, von der viele Städte betroffen sind. In den vergangenen Jahren haben die Kernstädte sowohl in West- als auch in Ostdeutschland massiv Einwohner an das Umland verloren. Der Baulandmangel in der Kernstadt, vor allem im Eigentumsbereich, wurde schnell als Ursache der Stadtflucht ausgemacht. Politiker drängen Planerinnen und Planer in den städtischen Behörden, "endlich" mehr Bauland auszuweisen, um den Wegzug einkommensstarker Schichten einzudämmen.
Verödete Stadtquartiere – eine Entwicklung mit Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt, von der viele Städte betroffen sind. Nach Jahren des Wohnungsmangels wird in vielen Städten inzwischen über leerstehende Wohnungen geklagt. Die Kommission "Wohnungswirtschaftlicher Strukturwandel in den neuen Bundesländern", die im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen arbeitete, kommt zu der Feststellung, dass in Ostdeutschland 300.000 bis 400.000 Wohnungen abgerissen werden sollen, weil für diese auch in Zukunft keine Nachfrage mehr bestehen wird. Im Westen werden ähnliche Lösungswege diskutiert. War dieser Überhang an Wohnungen für Planerinnen und Planer vorhersehbar? Anderseits geben Städte – wie beispielsweise München – bereits deutliche Hinweise darauf, dass angesichts massiver Rückgänge bei den Baufertigstellungszahlen für die nächsten Jahre ein erheblicher Wohnungsmangel prognostiziert werden muss.
Von Städten und Wohnungswirtschaft wird ein Spagat verlangt: zwischen der Beseitigung des Wohnbaulandmangels auf der einen und der Bewältigung des Wohnungsüberschusses auf der anderen Seite.
Verbindendes Element zwischen den beiden Herausforderungen der Stadtentwicklung ist der (regionale) Wohnungsmarkt. Das Verständnis der komplexen Beziehungen zwischen den Determinanten der Wohnungsmarktentwicklung und die Kenntnis der vielfältigen Einflussfaktoren (von Haushaltsstrukturen über Wohnwünsche bis zu Lebensstilen) werden zur Voraussetzung für strategische Entscheidungen in der Stadtentwicklungspolitik.
Die Jahrestagung Informationskreises für Raumplanung (IfR) e.V., die am 22. und 23. Juni 2001 in Braunschweig stattfindet, setzt hier an. Experten erläutern die Zusammenhänge zwischen den Determinanten des Wohnungsmarktes und zeigen die zukünftige Entwicklung in West- und Ostdeutschland auf. Im Rahmen der Prognose wird nach Raumordnungsregionen und (Wohnungs-)Teilmärkten differenziert. Stadtsoziologen verdeutlichen den Einfluss unterschiedlicher Lebensstile auf die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt und geben Hinweise auf zukünftige Nachfragepotenziale. Schließlich erläutern Vertreterinnen und Vertreter von Städten und Wohnungsbauunternehmen, mit welchen Strategien sie die unterschiedlichen Anforderungen in Einklang bringen wollen.
Darüber hinaus wird im Rahmen der Tagung reichlich Zeit für einen fundierten fachlichen Austausch sein – sowohl in den Diskussionsrunden und im Abschlussplenum als auch am Freitag beim abendlichen "Come together" im Kultur- und Kommunikationszentrum "Brunsviga" in Braunschweig.
Im Rahmen der Abendveranstaltung wird zum zweiten Mal der IfR-Internetpreis verliehen. Mit dem IfR-Internetpreis wird die Planungsorganisation (Kommune, Kreis, Region, ...) ausgezeichnet, die sich nach dem Urteil der Juroren in hervorragender Weise um die Vermittlung ihrer planungsbezogenen Aktivitäten im Internet bemüht hat.
Weitere Informationen sind im Internet unter www.ifr-ev.de verfügbar oder erhältlich bei der IfR-Geschäftsstelle: Informationskreis für Raumplanung (IfR) e.V., Gutenbergstraße 34, 44139 Dortmund Tel. 0231/75 95 70, Fax 0231/75 95 97,
info(at)ifr-ev.de.


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