Zukunft Wohnen
Das Netzwerk ist 2005 aus dem IfR-Arbeitskreis "Zukunft Wohnen" hervorgegangen, der sich im Jahr 2001 im Anschluss an die IfR-Jahrestagung "Städte im Spagat zwischen Wohnungsleerstand und Baulandmangel" in Braunschweig gegründet hatte.
Das erste Arbeitskreistreffen fand am 26. Oktober 2001 in Braunschweig statt. Nach einer intensiven Arbeitsphase in den ersten Jahren nach der Gründung des Arbeitskreises, kam es zu Veränderungen im Zeitbudget und den Arbeitsgebieten der Arbeitskreismitglieder. Der Arbeitskreis wandelte sich zum Informationsnetzwerk.
Braunschweiger Erklärung
Die Gespräche und Diskussionen während der Tagung 2001 sowie bei der Erarbeitung der Braunschweiger Erklärung
Kontakt / Netzwerk-Koordinator
Dr.-Ing. Frank Schröter (Braunschweig)
zur direkten Kontaktaufnahme:
Kontaktadressen im Mitglieder-Service;
Aktuelle Informationen (Termine, Inhalte, Treffpunkte, Berichte etc.) auf der Homepage des
IfR-Netzwerks "Zukunft Wohnen"
Information und Erfahrungsaustausch
- 4. Arbeitskreissitzung, 2. August 2002 in Braunschweig
- 3. Arbeitskreissitzung, 5. April 2002 in Dortmund
- 2. Arbeitskreissitzung, 18. Januar 2002 in Düsseldorf
- Gründungstreffen am 26. Oktober 2001 in Braunschweig
Vierte Sitzung am 2. August 2002 in Braunschweig
Kommunale Wohnraumkonzepte und Stadtumbau West
IfR-Arbeitskreis "Zukunft Wohnen" fordert zur Diskussion auf.
Am 2. August 2002 fand in Braunschweig die vierte Sitzung des IfR-Arbeitskreises "Zukunft Wohnen" statt. Diese Sitzung des AK war die Fortsetzung einer Reihe, die jeweils ein Schwerpunktthema hat. In dieser Sitzung wurden die Themen "Kommunale Wohnraumkonzepte" und "Stadtumbau West" behandelt. Als Beispiele dienten das kommunale Wohnraumkonzept der Stadt Kassel und der Stadtteil Siebethsburg in der Stadt Wilhelmshaven, der gerade als eines der ersten Projekte in das Programm "Stadtumbau West" vom Bundesministerium aufgenommen wurde.
Die Ergebnisse der anschließenden Diskussion wurden in einem Thesenpapier zusammengefasst und dokumentiert. Diese Thesen sollen, in der Tradition der "Braunschweiger Erklärung des IfR zur neuen strategischen Ausrichtung der Wohnungsmarktpolitik", der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, um so die Diskussion über die Zukunft des Wohnens und die Verknüpfung kommunaler Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik mit Zielen und Instrumenten anzuregen.
Thesen und Forderungen
Kommunale Wohnraumversorgungskonzepte und Stadtumbau West
[August 2002]
- Die Leerstandsdiskussion muss differenziert und objektiviert werden. Insbesondere sind die Maßstäbe ins rechte Licht zu rücken und die Gründe für Leerstände zu betrachten. So sind beispielsweise 15 % Wohnungsleerstand einer Wohnungsbaugesellschaft, die durch gezieltes Entmieten zum Zwecke der Modernisierung mit anschließender Privatisierung entstanden sind, nicht mit 15 % Wohnungsleerstand einer anderen Wohnungsbaugesellschaft vergleichbar, die das Resultat der geringen Attraktivität der Wohnungen sind.
- Bevölkerungsschrumpfung darf kein Tabuthema bleiben: Schrumpfung muss (auch) als Chance gesehen werden. Wie bereits in der Braunschweiger Erklärung des IfR gefordert, sollte hierzu ein intensiver gesellschaftlicher Diskussionsprozess über die Chancen und Probleme unserer Städte im Zusammenhang mit der Entwicklung des Wohnens initiiert werden.
- Wohnungsbaumittel sollten vorrangig für Modernisierung/Umbau genutzt werden und erst in zweiter Linie für Neubau, sofern hierfür Revitalisierungsflächen genutzt werden. Hierdurch kann, wie bereits in der Braunschweiger Erklärung des IfR gefordert, eine Aufwertung des Bestandes der Stadt erfolgen.
- Die Einführung eines gesamtstädtischen Wohnraummanagements für alle Bevölkerungsgruppen und den gesamten Wohnungsbestand ist notwendig. Zu den Aufgaben dieses Wohnraummanagements sollten u.a. folgende Aspekte gehören: Anpassung des Wohnungsangebots, Imagekampagnen, Beratung für Wohnungssuchende, Investitionshilfen und -vermittlung, Analyse der Wohnungsnachfrage.
- Wohn(umfeld)qualität (Quartiersimage) ist einer der entscheidenden Umzugsgründe. Daher muss die (Wieder)Herstellung vitaler Lebensräume das vorrangige Ziel aller Wohnungsmarktakteure sein! Wie bereits in der Braunschweiger Erklärung des IfR gefordert, müssen die Anstrengungen zur Wohnumfeldverbesserung in Kooperation mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wohnungswirtschaft intensiviert werden.
- Das Instrumentarium des Städtebaurechts sollte an die neuen Erfordernisse/Dimensionen angepasst werden und z.B. neben der (bereits in der Braunschweiger Erklärung des IfR geforderten) Möglichkeit des städtischen Erwerbs von Abrissobjekten auch um "präventive Sanierungsgebiete" erweitert werden.
- Es müssen integrierte und differenzierte städtebaulicher Konzepte und Leitbilder für eine verstärkte Innenentwicklung der Städte, unter Berücksichtigung von städtebaulichen Kriterien sowie Abschreibungs- und Vermietbarkeitsüberlegungen entwickelt werden (vgl. Braunschweiger Erklärung des IfR). Die Steuerung des Schrumpfungsprozesses erfordert es, das diese Konzepte mindestens stadtteilübergreifend, besser noch regional orientiert sind.
Anmerkung:
Die Braunschweiger Erklärung des Informationskreises für Raumplanung e.V. (IfR) zur neuen strategischen Ausrichtung der Wohnungsmarktpolitik resultiert aus dem fachlichen Diskurs auf der Jahrestagung 2001 des IfR "Städte im Spagat zwischen Wohnungsleerstand und Baulandmangel", die am 22. und 23. Juni an der TU Braunschweig stattfand. Die Braunschweiger Erklärung kann auf der Homepage des IfR abgerufen werden. Mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung, der Wohnungswirtschaft und Forschung haben an der Fachtagung teilgenommen. Die Ergebnisse wurden inzwischen als Heft 4 der Reihe RaumPlanung spezial veröffentlicht.
Braunschweiger Erklärung
Kommunale Wohnraumversorgungskonzepte und Stadtumbau West - Thesen und Forderungen
Dr. Frank Schröter, IfR
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Dritte Sitzung am 5. April 2002 in Dortmund
Stadtentwicklung unter veränderten Rahmenbedingungen des Wohnungsmarktes - Das Beispiel des FNP der Stadt Dortmund
Diese Sitzung des AK war die erste (einer Reihe), die jeweils unter ein Schwerpunktthema gestellt ist. Als Beispiel zum Thema "Stadtentwicklung unter den veränderten Rahmenbedingungen des Wohnungsmarktes, unter besonderer Berücksichtigung des Flächennutzungsplans (FNP) als Steuerungsinstrument" diente die Neuaufstellung des FNP der Stadt Dortmund, dessen Planungsamt auch Gastgeber war.
Zunächst stellt Herr Ledune die Initiative ,dortmund-project’ vor, eine Initiative der Stadt Dortmund, um u.a. den Strukturwandel in DO positiv zu gestalten und 70.000 neue Arbeitsplätze (bis 2010) auf Gewerbe- und Industriebrachen der Stadt DO v.a. in den Zukunftsbranchen / Führungsindustrien Software, IT, Mikrosystemtechnik (MST) und Logistik zu schaffen (mehr Infos auf der
AK-Homepage). Danach erläuterte Herr Kötter (Stadt Dortmund und Mitglied im AK) die Vorgehensweise und Inhalte des neuen FNP DO und ging dann ausführlich auf den "Masterplan Wohnen" ein ((mehr Infos auf der
AK-Homepage).
Die Ergebnisse der anschließenden Diskussion wurden in einem Thesenpapier zusammengefasst und dokumentiert. Diese Thesen sollen, in der Tradition der "Braunschweiger Erklärung des IfR zur neuen strategischen Ausrichtung der Wohnungsmarktpolitik", der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, um so die Diskussion zur Verknüpfung kommunaler Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik mit Zielen und Instrumenten anzuregen.
Thesen und Forderungen:
Stadtentwicklung unter den veränderten Rahmenbedingungen des Wohnungsmarktes - Der Flächennutzungsplan (FNP) als Steuerungsinstrument -
[April 2002]
Thesen und Forderungen: Stadtentwicklung unter den veränderten Rahmenbedingungen des Wohnungsmarktes - Der Flächennutzungsplan (FNP) als Steuerungsinstrument -
- Der FNP muss als komplexer Beteiligungsprozess begriffen werden, der u.a. hohe Anforderungen an die Kommunikation stellt!
- Die Neuaufstellung eines FNP offenbart vielfach die Problematik des Widerspruchs von fachlichen Ergebnissen und diesen zuwider laufenden politischen Prinzipienentscheidungen!
- Bei der Aufstellung eines FNP muss die Frage nach dem Zweck der Flächennutzungsplanung gestellt werden! Welche Detailschärfe ist dem Instrument angemessen? Ist der Trend zur gröberen Darstellung der richtige Weg?
- Die Berechnung des Wohnbaulandbedarfs im Rahmen der Flächennutzungsplanung sollte sich nicht durch übermäßige Berechnungen auszeichnen, deren "Qualitäten" nur in der Vielzahl der Alternativen bzw. der möglichst exakten Bestimmung der letzten Kommastelle der Faktoren liegt. Wichtiger ist die Wahl qualitativer bzw. argumentativer Bewertungsmodelle, wobei auch die Bewertung der Wohnqualitäten erfolgen sollte.
- Die Berechnung des Wohnbaulandbedarfs sollte nicht nur bedarfsorientiert (als Pauschalwert) erfolgen, sondern bezogen auf einzelne Zielgruppen. Eine zukunftsorientierte Wohnungspolitik muss auf ein attraktives und differenziertes Wohnungsmarktangebot ausgerichtet sein und möglicherweise auch Zielgruppen ins Auge fassen, die (noch) nicht spürbar als Nachfrager am Markt auftreten.
- Die Bestandsorientierung muss bei der Berechnung des Wohnbaulandbedarfs ernster genommen werden! Umnutzungspotenziale im Bestand sind noch stärker in die Neuaufstellung des FNP einzubeziehen!
- Ergänzend zur ortsbezogenen Betrachtung sollte auch eine qualitative Bewertung der Wohnqualitäten in den Umlandstandorten durchgeführt werden!
IfR Arbeitskreis "Zukunft Wohnen"
April 2002
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Zweite Sitzung des Arbeitskreises am 18. Januar 2002 in Düsseldorf
Am 18. Januar 2002 fand in Düsseldorf die zweite Sitzung des IfR-Arbeitskreises "Zukunft Wohnen" statt. Von den mittlerweile 25 Interessierten konnten zehn Mitglieder den Termin wahrnehmen.
Im Rahmen dieser Sitzung sollten im Wesentlichen die inhaltliche Ausrichtung der Arbeit und die Organisation des Arbeitskreises festgelegt werden. Während der Diskussion wurde schnell deutlich, dass die Mitglieder insbesondere an der inhaltlichen Diskussion und am Austausch von Beispielen Interesse haben. Hieraus wurden dann die Vorgaben für die nächsten Treffen abgeleitet.
Die Sitzungen des IfR-Arbeitskreises "Zukunft Wohnen" sollen jeweils ein Schwerpunktthema haben und durch ein Referat (Beispielprojekt) eingeleitet werden. In der anschließenden Diskussion sollen von dem Beispiel ausgehend themenbezogene allgemein gültige Ziele abgeleitet werden. Am Abschluss jeder Sitzung soll ein Thesenpapier die Diskussion zusammenfassen und dokumentieren. Dieses Thesenpapier soll dann (z.B. über die IfR-Homepage) der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
Folgende Themen wurden festgelegt:
Entwicklung und Zukunftsfunktion der Städte und Siedlungstypen
- Ortszentren in Stadt-Umland-Gemeinden
- Steuerungsmöglichkeiten der Suburbanisierungsprozesse
- Wohnungsmarkt in schrumpfenden Städten
- Auswirkungen des gesellschaftlichen Wertewandels und Möglichkeiten der Technik
- Stellenwert der Grundfunktion Wohnen
- Arbeitsplatzangebot
- Ressourcenverbrauch und Finanzierung ökologischer Maßnahmen
- Revision der städtischen Infrastruktur durch Bevölkerungsrückgang und durch neue Technologien & mehr Verkehr ?
- Wohnungsmarktprogramm/Beobachtung
- Ressourcen und Energieverbrauch & Auswirkung auf die zukünftige Siedlungsentwicklung und die Bestände
Wohnwünsche Wohnungsneubau und -bestand/Wohnungswirtschaft
- Qualitäten neuer Standorte
- Lebensqualität in den Quartieren
- Wohnstandards und -qualitäten; wie Bestände anpassen ?
- Umgang mit den Beständen; Anpassung, Entdichtung
- Bürger und Bewohnerbeteiligung
- Blick auf andere europäische Länder
- Bestandsanpassung und Denkmalschutz
Wohnungswirtschaft/Organisation des AK/Rechtliche Fragen
- Rechtliche Fragen
- Wohnungspolitische Instrumente
- Beispielsammlung best und worst practice
- Rückbaupläne und Festsetzungen im B-Plan
- Bedeutung für Forschung und Lehre & aktuelle Forschungsfragen
- "Braunschweiger Erklärung" des IfR aktualisieren
Darüber hinaus wurde vereinbart, bei allen Themen die sozialen Aspekte der Siedlungs- und Stadtentwicklung, den Blick in benachbarte Länder sowie interessante Beispiele (best practice) zu berücksichtigen.
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Erstes Arbeitskreistreffen am 26. Oktober 2001 in Braunschweig
Bis Ende September haben bereits 13 Planerinnen und Planer aus Kommunen, Wohnungsbauunternehmen sowie aus Forschung und Lehre ihr Interesse an einer Zusammenarbeit im neuen IfR-Arbeitskreis "Wohnungsmarkt" bekundet. Nachdem die Resonanz auf den Gründungsaufruf im August so positiv ausfiel, fand am Freitag, den 26. Oktober 2001, in Braunschweig die erste Sitzung statt..
Im Vordergrund des "Gründungstreffens" standen die möglichen Arbeitsfelder und die Organisation des Arbeitskreises sowie der persönliche Austausch zwischen den Teilnehmer/innen, die sich im neuen IfR AK "Zukunft Wohnen" zusammengefunden haben.
Man einigte sich auf einen zweimonatigen "Sitzungsturnus", die Sitzungen finden jeweils an einem Freitag statt. Termin und Ort der nächsten Sitzungen steht bereits fest: Freitag, 11. Januar 2002 ab 12.30 Uhr bei der Wfa NRW, Friedrichstr. 62-80 in Düsseldorf, Organisation: Karl Friedrich Hofmann.
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Gründungsaufruf
(August 2001)
Das Ergebnis der IfR-Jahrestagung 2001 "Städte im Spagat" ist nicht nur die Braunschweiger Erklärung. Die Gespräche und Diskussionen während der Tagung sowie bei der Erarbeitung der Braunschweiger Erklärung haben auch deutlich gemacht, dass ein großer Diskussionsbedarf zu den vielfältigen Themen des Wohnungsmarkts besteht.
Der Informationskreis für Raumplanung möchte zu dieser Diskussion anregen und Mitglieder und sonstige Interessierte zusammenführen. Daher schlägt der IfR die Gründung eines Arbeitskreises mit dem Arbeitstitel "Wohnungsmarkt" vor und bittet alle an der Thematik Interessierten, ihre Wünsche nach Informationen und/oder Mitarbeit gegenüber der IfR-Geschäftsstelle oder dem u.g. Ansprechpartner zu bekunden. Ein erstes Treffen der Interessierten könnte bereits im Herbst diesen Jahres stattfinden.


English Summary



